~~~~~~~2025~~~~~
ein Wein, geboren aus der Liebe zur Insel Amrum.
Inspiriert von unvergesslichen Momenten, der Zusammenarbeit mit einem jungen Amrumer und einem halben Hektar Erde, entstand unserTraum: ein Wein, der die Weite, den Wind und die Magie der Insel in sich trägt. Jede Flasche erzählt von diesem besonderen Ort und unserer Liebe zu ihm.
Weinlese 2025
Amrum

6:30 Uhr
30. September
Der Morgen begann mit einem Himmel, der sich nicht entscheiden konnte: Sonne, Wind, ein Hauch von Regen – die Nordsee ruft eben. Trotzdem lag eine seltsame Spannung in der Luft, als wir die letzten Kisten, Scheren und Thermoskannen verstauten. Niemand sprach es laut aus, aber jeder wusste: Die diesjährige Lese würde anders werden. Die Trauben hatten ein turbulentes Jahr hinter sich, und irgendwie fühlte sich die Abfahrt an, als würden wir in ein kleines Abenteuer aufbrechen. Der Motor brummte, der Wind frischte auf – und mit jedem Kilometer Richtung Norden stieg das Kribbeln im Bauch.

16:30 Uhr
30. September
Auf der Fähre zeigte sich sofort, wer seefest war und wer eher so tat, als wäre er es. Das Schiff kämpfte gegen kurze, feste Wellen. Doch diese Überfahrt gehört dazu. Zwischen Thermobecherkaffee, Bier, Salzluft und dem Blick auf den Horizont wurde klar: Die Nordsee prüft einen eben kurz, bevor sie einen auf die Insel lässt.

12:00 Uhr
1. Oktober
Kaum standen wir zwischen den Reihen, hörte man nur noch das Klicken der Scheren, das Rauschen des Windes und zwischendurch ein freudiges „Die ist perfekt!“. Unterstützt wurden wir von vielen Freunden und von Menschen, die an diesem Tag zu Freunden wurden.
Der Amrumer Wind meinte es gut mit unseren Trauben: Während der Reife sorgte er für eine ideale Durchlüftung der Laubwand und schenkte uns damit ein Lesegut, das man ohne Übertreibung als erstklassig bezeichnen kann.

16:30
1. Oktober
Jede volle Kiste fühlte sich wie ein kleiner Triumph an, ein greifbarer Beweis dafür, dass die Arbeit des Jahres Früchte getragen hatte.
Als wir am Ende des Tages beim gemeinsamen Grillen zusammensaßen, waren wir müde, vom Wind durchgepustet – aber rundum zufrieden.

6:30 Uhr
2. Oktober
Als wir die letzten Trauben verstaut hatten, fiel die Anspannung von uns ab wie ein nasser Regenmantel. Ohne Zeit zu verlieren machten wir uns auf den Rückweg, damit die Trauben frisch und unversehrt in den Keller gelangten. Auf der Fahrt wurden die Gespräche leiser, dafür die Lächeln breiter. Irgendwo zwischen Amrum und dem Rheingau wurde uns klar: Das war mehr als nur eine Weinlese. Es war eine Geschichte – mit Wellen, Wind, Teamgeist und einer ordentlichen Portion Nordsee-Drama.
Und als wir schließlich wieder auf unseren Parkplatz rollten, wartete schon das komplette Team von zuhause, bereit zum Pressen. Als der erste Most – selbstverständlich bei einem Döner – probiert wurde, wussten wir: Genau deshalb machen wir das jedes Jahr wieder.
